1-3 December 2021
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Die Konferenz wird auf Grund der COVID-19 Situation online abgehalten.

Das Konzept des Verbündet-Seins und Bündnisse als Handlungs- und Veränderungsstrategien

1 Dec 2021, 13:45
30m
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Speakers

Leah Carola Czollek (Instituts »Social Justice und Radical Diversity«; Potsdam) Prof. Gudrun Perko (Instituts »Social Justice und Radical Diversity«; Potsdam)

Description

Das Konzept des Verbündet-Seins und Bündnisse als Handlungs- und Veränderungsstrategien

Im Kontext von „Social Justice und Radical Diversity“, ein diskriminierungskritisches Bildungsund Handlungskonzept, das auf die Infragestellung und Veränderung von Macht- und Herrschaftsverhältnissen und den darin eingebundenen Diskriminierungsverhältnissen abzielt, entwickelten wir das Konzept des Verbündet-Seins. Es ist eine spezifische Form der Solidarität, eine Art der politischen Freund:innenschaft, bei der die Anliegen der Anderen zu den je eigenen Anliegen werden, ohne paternalistisch zu sein oder identitätspolitische Homogenität vorauszusetzen.
In dem Vortrag stellen wir die Besonderheiten dieses Konzeptes vor und besprechen zudem die Unterschiede zwischen Verbündet-Sein und Bündnissen. Dabei beziehen wir uns exemplarisch auf gegenwärtige Diskriminierungsrealitäten (wie Antisemitismus, Antiromaismus, Rassismus, Sexismus) und fragen nach den Möglichkeiten und Verunmöglichungen des Verbündet-Seins und von Bündnissen im Hinblick auf jene Communities bzw. Einzelpersonen, die im Kontext anti-antisemitischer, antirassistischer, anti-antiromaistischer und queer-feministischer Sprache/Handlungen dagegen aufbegehren. Unsere Überlegungen basieren auf einem Verständnis einer pluralen Demokratie, welches das Aufbegehren gegen jede Form von struktureller Diskriminierung und ihrer systemischen Intersektionalität zugunsten einer Radical Diversity erfordert. Im Vortrag werden die Bedeutungen jener Begriffe, die manchen möglicherweise
noch unbekannt sind, geklärt und auf alle Fragen eingegangen.


Leah Carola Czollek ist Leiterin und Mitbegründerin des Instituts »Social Justice und Radical Diversity«. Sie hat Rechtswissenschaften und Soziale Arbeit studiert, ist Mediatorin, Supervisorin, freiberufliche Trainerin und Dozentin an verschiedenen Hochschulen in Deutschland.

Gudrun Perko ist Mitbegründerin des Instituts »Social Justice und Radical Diversity«, Professorin für Sozialwissenschaften mit den Schwerpunkten Gender, Diversity und Mediation an der Fachhochschule Potsdam (Fachbereich Sozial- und Bildungswissenschaften), Philosophin und Mediatorin.


Literatur zum Verbündet-Sein und zu Bündnissen, u.a.:
Leah Carola Czollek/ Gudrun Perko/Corinne Kaszner/Max Czollek (2019): Praxishandbuch Social Justice und Diversity. Theorien, Training, Methoden, Übungen, vollständig und stark überarbeitete Neuauflage (Erstveröffentlichung 2012), Weinheim/Basel, Beltz/Juventa.
Gudrun Perko (2020): Social Justice und Radical Diversity: Veränderungs- und Handlungsstrategien, Weinheim/Basel, Beltz/Juventa 2020.
Leah Carola Czollek/Gudrun Perko (2014): Das Konzept des Verbündet-Seins im Social Justice als spezifische Form der Solidarität. In: Anne Broden/Paul Mecheril (Hg.), Solidarität in der Migrationsgesellschaft. Befragung einer normativen Gruppe, IDA, Bielefeld: 153-167.

Primary authors

Leah Carola Czollek (Instituts »Social Justice und Radical Diversity«; Potsdam) Prof. Gudrun Perko (Instituts »Social Justice und Radical Diversity«; Potsdam)

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